Archiv für Mai 2011

Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

Kottbusser Tor (Kreuzberg): Kundgebung/Demo
HEUTE Kottbusser Tor::::17.00 Uhr Kundgebung, 18.00 Uhr Demo.
In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch verübten Nazis mehrere Anschläge in Kreuzberg und Neukölln gegen vermeintliche Antifaschist_innen.
Schon einige Tage zuvor waren die Nazis mit prominenter Unterstützung der Berliner Polizei in Kreuzberg aktiv geworden. Ungefähr 100 Neonazis aus des gesamten Bundesgebiet versuchten am vergangenen Samstag unter dem Motto „Ausländer raus!“ durch Kreuzberg zu marschieren. Unterstützt wurden sie dabei von mehreren hundert Beamten der Berliner Polizei, die mit massiver Gewalt gegen protestierende Antifaschist_innen vorgingen. Um den Nazis eine möglichst ungehinderte Demo durch den als „linke Hochburg“ geltenden Berliner Bezirk zu ermöglichen, hatte die Versammlungsbehörde den geplanten und angemeldeten Naziaufmarsch vor der Öffentlichkeit geheimgehalten.
Um unsere Wut über den rassistischen Terror und die staatliche Gewalt bei uns in Kreuzberg und in Griechenland auf die Strasse zu tragen, rufen wir zu einer wütendenden und entschlossenen Demonstration auf.

Brandstiftung an der Reiche63a

Heute Nacht brannten um 2 Uhr die Mülltonnen in unserem Hof. Es war ein sich schnell ausbreitendes Feuer mit mehreren Detonationen. Vieles spricht dafür, dass Neonazis die Brandstifter waren. Es wäre nicht die erste Attacke von Neonazis auf unser Haus. Zuletzt gab es Farbbeutelwürfe auf das Antifagraffiti und ein verklebtes Türschloss beim Second-Hand-Buchladen.
Die jüngste Brandstiftung passt zeitlich und örtlich zu den Angriffen auf linke Objekte in dieser Nacht. Kurz nachdem bei uns die Mülltonnen brannten wurden Steine durch die Fenster von einer sich antifaschistisch positionierenden Wohnung in Nordneukölln geworfen. Kaputte Scheiben gab es ebenfalls beim Büro einer Politikerin der Linkspartei am Mehringplatz. Sie war wie viele Bewohner_innen unseres Hauses gegen den Naziaufmarschversuch in Kreuzberg am letzten Samstag vor Ort auf die Straße gegangen.

Wir lassen uns von Nazibanden nicht einschüchtern!

Wir bleiben wie wir sind – wir sind immer noch, wie wir waren!

Die Bewohner_innen der Reiche63a